St. Johannis Soltau (ev.-luth.)


ÖKUMENISCHE FILMREIHE KINO-und KIRCHE

Montag : 20.00 Uhr im DERSA-KINO Soltau, Sonderpreis: 5 .-€   . Die FILME der Staffel 2017/2018: 


Montag  19. Februar 2018 - 20.00 Uhr  Seefeuer

Auf der Mittelmeerinsel Lampedusa prallen aktuelle Gegensätze aufeinander: Wo früher einfache Fischer ihrem Alltag nachgingen, stranden in wachsender Zahl Tausende Afrikaner, die sich mit viel Hoffnung auf ein besseres Leben aufs Meer gewagt haben. Ein ruhig erzählter Dokumentarfilm als mutiger Beitrag zum europäischen Umgang mit der Flüchtlingskrise, der facettenreich einen Mikrokosmos beleuchtet, in dem existenzielle Not und bürgerliche Normalität hautnah nebeneinander liegen. Mit ausgesuchten Einstellungen und sinnträchtigen Verdichtungen konfrontiert die filmästhetisch nicht widerspruchsfreie Gestaltung mit einer humanitären Katastrophe, vor der man nicht weiter die Augen schließen kann. - Sehenswert ab 14.

Italien/Frankreich 2016 , Regie: Gianfranco Rosi , Länge: 114 Min.


Montag 19. März 2018 - 20.00 Uhr Julieta

Eine Frau um die 50 wirft ihre Pläne um, als sie Neuigkeiten über ihrer Tochter erfährt, die seit ihrem 18. Geburtstag verschwunden ist. In einem schmerzhaften Prozess erinnert sie sich an ihre Familiengeschichte, die mit der Liebe zu einem galizischen Fischer begann und nach dessen Tod in Trauer und Depression versank. In seinem 20. Film entfaltet Pedro Almodóvar ein eindringliches Drama über das unaufhaltsame Verrinnen der Lebenszeit, deren Wunden nicht geheilt, aber mit Geduld und Ehrlichkeit gelindert werden können. Der zurückhaltend inszenierte Film wird von zwei überzeugenden Hauptdarstellerinnen getragen, die gemeinsam die Protagonistin verkörpern. - Sehenswert ab 14.

Spanien 2016

Regie: Pedro Almodóvar

Länge: 100 Min.



Montag 16. April 2018  - 20.00 Uhr Moonlight

Ein sensibler afroamerikanischer Junge wächst in Liberty City auf, einem "Problembezirk" Miamis, wobei die Crack-Sucht seiner Mutter und die Schikanen von Gleichalterigen, die ihn mobben, sein Leben überschatten. Ein Dealer nimmt sich seiner an und wird zum Vaterersatz, doch die demonstrative Männlichkeit, die er dem Jungen vorlebt, bringt weitere Konflikte, vor allem auch mit der eigenen homosexuellen Identität. Der bildgewaltige, herausragend gespielte Film wird als Triptychon unterschiedlicher Lebensphasen erzählt. Er besticht durch seine Sensibilität gegenüber den Gefühlen der Figuren ebenso wie durch sein Gespür für ihre Lebenswelt, wobei er präzise Milieuschilderung mit dem Sinn für die Schönheit des Lebens verbindet. - Sehenswert ab 16.

USA 2016 , Regie: Barry Jenkins

Länge: 111 Min.

Kinotipp der katholischen Filmkritik 331/März 2017